Panama wird auch noch mitgenommen…

21 05 2012

So nah an der Grenze zu Panama…soll ich gehen oder nicht?! Diese Frage stelle ich mir bereits seit ein paar Tagen, Sabrina kann es wahrscheinlich nicht mehr hören. Nur grad mal 2 Std Reisezeit bis Bocas del Toro…und ich hab ja noch Zeit, um genau zu sein fünf Tage. Hmmm…Nachdenkliches Smiley Augen rollendes Smiley

Wie ich überhaupt nach Bocas del Toro kommen solle, weiss ich nicht genau, doch es gibt nicht so viele Möglichkeiten. Ich steige einfach mal in Puerto Viejo in den Bus und fahre an den Grenzort Sixaola. Kurz bevor ich den Bus verlasse, sehe ich im selben Bus einen Typen in meinem Alter sitzen. Ich frage ihn, ob er auch nach Bocas gehe…und ob wir zusammen hinreisen möchten um allfällige Taxifahrten zu teilen. In einem Englisch mit deutschem Akzent, stimmt er meiner Idee gerne zu.

Prozedere…Costa Rica ausreisen, Stempel. Zu Fuss geht es dann mittels einer alten klapprigen Holzbrücke über den Grenzfluss nach Panama. Die Bretter sind lose und ich kann nicht zu viel rumschauen, ansonsten gibt’s noch einen Unfall. Als uns dann mitten auf der Brücke ein riesen LKW entgegenkommt, ist meine Sorge, dass die Brücke unter meinem Gewicht zusammenfallen könnte, dahin. Nach paar 100m erreichen wir Panama.

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Prozedere…Einreise nur mit gültigem Ausreise-Flugticket ab Panama City Airport möglich!! Enttäuschtes Smiley Ansonsten Busbilett kaufen „Panama – San José einfach“, einlösbar innerhalb eines Jahres! Für mich optimal, da ich sowieso bald nach San José reisen muss, für Matthias, der nach Columbien weiterzieht, verschwendetes Geld. Also…Tickets gekauft, Zoll anstehen, Stempel, Anstehen, Marke, Anstehen, Rucksack wird durchsucht (pro forma) und der ganze Spass kostet nochmals 3 Dollar.

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Zum Glück habe ich Matthias im Bus angequatscht, denn zu zweit reist es sich besser. Der eine wartet in der Schlange und schaut aufs Gepäck, der andere organisiert die notwenigen Dinge. So locker eingespielt, befinden wir uns knapp eine Stunde später im Wassertaxi nach Bocas del Toro.

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Bocas del Toro, auch Mallorca von Panama genannt…zum GLÜCK ist Nebensaison und der Scheia-Weia haltet sich in Grenzen! Ich habe 3 volle Tage zur Verfügung.

Tag 1: Tauchen! Bin ja schon fast wieder auf Stickstoffentzug!! Smiley mit herausgestreckter Zunge es war nett, aber nichts spezielles. Zudem hat sich mein Tauchguide geschämt, weil ich offensichtlich mehr Erfahrung hatte als er selbst…(dabei hab ich ihm gar keinen Anlass dazu gegeben Nachdenkliches Smiley)

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Tag 2: Velotour nach Boca del Drago. 16km (ein Weg) durch verlassenen Dschungel, Hügel hoch und Hügel runter. Ich strample mich zu Tode um an einen schönen Strand zu gelangen. Während der Fahrt durch den Dschungel treffe ich kaum einen Menschen an. Gedanken wie, Verschleppung, Kidnapping und Lösegelderpressung, Drogenmafia, Kopfgeldjäger und Menschenhandel gehen mir durch den Kopf. Ich strample umso schneller…mein Herz pumpt wie verrückt. Nach 1.5 std bin ich am Ziel…Playa Estrella…Seesternen-Strand

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Noch ein Selbstauslöser…den Rest der Palme muss man sich einfach denken. Sieht unbequem aus…war es auch, obwohl ich “lässig” wirken wollte Zwinkerndes Smiley zum Hochklettern hat es zeitlich nicht gereicht…

Ah ja…witzigerweise treffe ich am Playa Estrella auf Monserrat. Ich kenne sie aus Puerto Viejo und habe ihr damals in einer missglückten Schnorchelaktion das Leben gerettet, so sagt sie. Die Strömung hatte sie dermassen vom Strand wegezogen, dass sie aus eigener Kraft nicht mehr zurückschwimmen konnte. Heldenhaft und ohne Rücksicht auf Verlust, habe ich sie damals rausgezogen.

Sie hat eine riesen Freue mich wiederzusehen, umarmt mich und nennt mich my lifesaver! Augen rollendes Smiley Ein Erinnerungsfoto…

Tag 3: Strandtag

Nachdem es die ganze Nacht in Bächen geregnet hat, erscheint der neue Tag in prachtvollem Sonnenschein. Ich nehme ein Wassertaxi und lasse mich auf die Isla Bastimentos fahren…und zwar an den berühmt berüchtigten Red-Frog-Beach. Dort soll es nämlich Wimmeln von kleinen roten (giftigen) Fröschen…das möcht ich sehen.

Auf dem Weg vom Steg zum Strand sehe ich so einiges…ein kleines Faultier, welches von einer Juckattacke unter dem Ärmchen aus dem Schlaf gerissen wurde. Jetzt aber mal kräftig kratzen…dies sieht so witzig aus…

Zeeeeiiiiiittttlllluuuppppennnnnteeeeeeeeeeeemmmpooooooo……

oder ein Kolibri…einer von so vielen, aber endlich hat es mit einem mehr oder weniger scharfen Foto geklappt!

Am Red-Frog-Beach sehe ich keinen einzigen roten Frosch …so sehr ich auch suche. Das einzige was mir beim Stöbern durchs feuchte Dickicht vor die Linse springt, ist ein klitzekleiner schwarzer Mnifrosch. Ich rede mir ein, dass dies ein red-frog ist, einfach nur noch in den Babyjahren…der die eigentliche Farbe erst in ein paar Monaten annimmt.

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So…nun widme auch ich mich dem gemütlichen Teil… Sonne

Tag 4 wird der 22. Mai sein…meine Heimreise beginnt. Geplant ist es mit dem Bus von Changuinola nach San José zu fahren, dort einmal schlafen, dann nach Los Angeles fliegen, dort drei Mal schlafen und dann ab nach Hause! Flugzeug Smiley mit geöffnetem Mund



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