Die Retourkutsche…

29 12 2011

Die letzten zwei Wochen waren super, frei campen, dort wo es einem gerade passt…sei es am Strand, in der Stadt oder irgendwo am Strassenrand…niemand hat’s gekümmert und erst noch preiswert fürs Reiseportemonnaie.

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Öffentliche Toiletten gibt es wie Sand am Meer…sie sind geräumig und sauber…die Dusche für Zwischendurch wird am Strand genommen oder man hat die glorreiche Idee sich in einen Holiday Park (Campingplatz) reinzuschleichen (Augen rollendes Smiley) und einfach eine heisse Dusche mitzunutzen…. Engel

Sowas klappt auch…herrlich…warme Dusche, inkl. Fön!! Prinzessin …aber danach doch ein kleines “schlechtes Gewissen”! Naja…geht auch vorbei…

Am Abend dann einen schönen “Schlafparkplatz” gefunden, gekocht, entspannt und Heia gemacht…morgens um ca. 5.45h durch die Putzequipe geweckt…mit kleinen Augen ein Blick an die Frontscheibe…”was klemmt denn da unter dem Scheibenwischer?!” – Augen nochmals reiben und genauer hinschauen: weisser Zettel! Ich denke anfangs noch an eine Verwarnung, bis Nico dann meint, dass dies verdächtig nach einem Strafzettel ausschaut…zwei Stunden später sind wir 200 NZ$ ärmer (ca. CHF 140.-) Zähnezeigendes Smiley

Die Stimmung war grenzwertig…von Schadenfreude über schlecht gelaunt! Die Strafe für’s “gratis” duschen?! Naja…zukünftig besser Ausschau halten und eher ausserhalb von Städten und Ortschaften parken.

Folgeabend: Ankunft Waihi, Parkplatz ausserhalb der Stadt…kein Parkverbot, kein Campverbot. Wir stellen uns hin, reden mit einem anderen “Freicamper” der meint, dass die ansässige Polizei ihm mitgeteilt hätte, dass das Übernachten im Auto an dieser Stelle erlaubt sei! Gebrannte Kinder wie wir nun sind, glauben wir dem lieben Mann und atmen entspannt auf, machen es uns gemütlich, trinken ein bissl Wein um die Stimmung wieder aufzuheitern, feines Abendessen, früh zu Bett……….um dann um 23.28h mit lauten Schlägen gegen die Scheibe und stechendem Taschenlampenschein wieder aufgeweckt zu werden. Die Polizei steht vor der Tür und macht uns darauf aufmerksam, dass das Freicampen hier verboten sein. Nach oben zeigen Eine kleine Diskussion unsererseits (warum? keine Schilder? aber…etc.) hat auch nichts gebracht und wir müssen mitten in der Nacht das Feld räumen. (Glücklicherweise gab es da eine Art Veteranen-Club, dessen Parkplatz für das Campen genutzt werden konnte….und erst noch kostenlos!)

Folgetag (heute)…Regen Regen RegenRegenwolkeEnttäuschtes Smiley …und das im Sommer und am Meer?! An absolutely NO GO…es muss was geschehen…”grübelgrübel…”



Weihnachten mal anders…

26 12 2011

Anstatt Schneegestöber und eisige Temperaturen, weisse Weihnachten und leckeres Fondue chinoise, gibt es dieses Jahr: Weihnachten mal anders…

In Thames nochmals schön eingekauft, fahren wir mit vollbepacktem Auto in Richtung Zipfel der Coromandel Penisula um uns am schönen Strand von Port Jackson niederzulassen.

Der Blick vom Autostandpunkt:

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Die Vorbereitungen fürs Festessen können beginnen. Das 3-Gänge Menü ist schnell entschieden…schliesslich lassen die Fress- und Kühlbox nicht all zu viele Variationen zu…AUSSER…

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Menü Heiliger Abend:

Vorspeise: Hühner-Mais Suppe unterbreitet von einem Multikorn-Knäckebrot, dazu kühles, frisch geöffnetes Neuseeländisches Lager-Bier Bierkrug

Hauptspeise: feierlich marinierte zarte Lammkotelettes unter glasigen Zwiebelringen mit Zucchini-Pilzgemüse und einem Chili-Humus, dazu blumig-trockener Neuseeländischer Rotwein

Nachspeise: Muffins…triple choc und blueberrymultigrain…. (jeweils nur die Hälfte)

Dazu:

IMG_3190 einen Sonnenuntergang vom Feinsten…sowie Milchstrasse und Sternschnuppen for free

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Am Weihnachtstag wird ausgeschlafen, die Sonne genossen, bisschen gequatscht und am Strand spazieren gegangen… Sonne

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Frische Luft macht hungrig… Erstauntes Smiley

Ähnlich und dennoch anders… (wer findet die 5 Unterschiede?! Zwinkerndes Smiley)

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und zum krönenden Abschluss der Weihnachtszeremonie:

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Merry Christmas!!

23 12 2011

Morgen ist “Heilig Abend”…Weihnachten steht vor der Tür…wir sitzen im Auto und fahren von Dargaville nach Auckland. Der einzige Radiosender, den wir in unserem Ömchen empfangen können, spielt Weihnachtswunschkonzert… Rudolf the rednose Reindeer….Silent Night…Pa-Rampampampam. Würd ich nicht grad Autofahren, dann untermalte ich die Lieder auf meiner neuen Mundharmonika (…numme kurz drzwüsche…die Mundharmonika han ich vo dr Nico gschänkt biko…i glaub, das wird mi neu Hobby…hey Sabrina, könnet ihr e Mundharmonika in eurer Gugge bruuche??Zwinkerndes Smiley).

Gestern haben wir uns fast ein neues Haustier angeschafft…der kleine Kerl war so was von neugierig, hat grosszügig mit uns Abend gegessen (chinesische Instantnudeln…chicken flavour) und ist dann wieder davongewatschelt…

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Die Fahrt geht weiter durch den Mapouri Forest. Gelegentliche Zwischenstopps führen uns zu den u.a. grössten Bäumen der Welt. Die Kauri-Bäumen, mit ihrem gummiartigem Harz haben hier eine Dimension von 18m hoch und gut 14m Durchmesser (Stamm).

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Den krönenden Abschluss des Tages gibt es am Baylys Beach… Duschen im Freien, inkl. gewaltigem Sonnenuntergang…

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An dieser Stelle wünsche ich euch lieben Menschen, Merry X-mas!! Geniesst die Festtage SternEngelSternTellerMartiniglas



Cape Reinga, unendliche Sanddünen und endlose Traumstrände

21 12 2011

Ganz oben im Norden am Cape Reinga angekommen, geniessen wir erstmals die Aussicht am fast nördlichsten Punkt von Neuseeland …und zwar dort wo der Pazifik auf die Tasmanische See trifft und die zwei Meere sich mit gewaltigen Wellenschlägen vereinigen.

IMG_2722 IMG_2735 (kann man die zwei verschiedenen “Meere” sehen??)

Um den (deutschen) Touristen aber wieder zu entfliehen, fahren wir kurzerhand in die grössten Sanddünen (der Welt?!), zu den Te Paki und toben uns erstmals ausgiebig aus… Dünen hochklettern, runterrennen, Zeichen malen und Grüsse schreiben. Endlos wäre diese Session gegangen, wollten wir nicht doch noch was anderes erleben am diesem Tag.

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Weiter ging es zur Spirits Bay…dem Ort, wo die Seelen der Verstorbenen Maori’s in die See (das Meer) gleiten und mit ihrem Spirit weiterleben! Nico meint: “eine Muschel als Andenken nehme ich von der Spirits Bay mit”…naja…das Muschelsammeln hat zwei Stunden gedauert und dazu geführt, dass wir uns dazu entschieden haben, die Nacht hier zu verbringen.

Kochen, Sonnenuntergang, schlafen im Auto mit 20 Mücken…Tagwach, Frühstück, Auto ausladen und putzen, an Strand gehen…Muscheln finden…aussortieren und nur die Schönsten mitnehmen Weinendes Smiley

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Weiter geht die Fahrt…Endlich mal so richtig schönes Wetter…ideal um an den Strand zu gehen…Hmmm…welches ist das nächste Beach?! – ahja… Rarawa Beach mit dem weissesten und pursten Sand. Mal schauen…

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…und wenn wir schon mal an dieser Ecke sind, können wir auch gleich noch an das längste Beach gehen…dem 90 Miles Beach!! Insel mit Palmen Muscheln gibt’s dort bestimmt auch…

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Nudi Branch

17 12 2011

Nacktschnecken unter Wasser bei den Poor Knights Islands….ohne Worte Schnecke Schnecke

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Auf geht’s ins Kiwiland

15 12 2011

Rückflug Tonga, Ankunft Auckland, Pick-up Service durch Nico inkl. unserem zukünftigen treuen Begleiter…was will man mehr??

Erstmals schön eingekauft damit Ordnung in der “Bude” herrscht, paar Boxen fürs Lebensmittel, Geschirr und alltäglichem Krimskrams…dann Essen für die nächste Zeit bunkern, Friseur und Volltanken! Los geht’s…hmmm…nur wohin? Up North Richtung Cape Reinga.

Das Wetter spielt anfangs nicht mit…viel Regen, eher windig und doch tendenziell kühl! Unser Ömchen (wie wir den Honda liebevoll nennen) fährt sich gut, trotz Gequietsche, “Links-fahren” und denn vielen Kilometern auf dem Buckel.

Der erste Halt in Matapouri…einem kleinen Nest nahe Whangarei. Hier bleiben wir mal paar Tage, mitten auf einer “Restarea” an einer gemütlichen Bucht. In der Ferne können wir die Poor Knights Islands sehen. Dort soll das Tauchen einmalig sein…wir werden es sehen!! Smiley mit geöffnetem Mund 

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Impressionen Tonga

13 12 2011

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Palangi

10 12 2011

Palangi heisst soviel wie Auslaender auf Tonga-Sprache! Aber wie ein Auslaender fuehle ich mich absoult nicht. Die Blicke moegen wohl manchmal sehr musternd sein, aber es ist nunmal nicht zu verheimlichen, dass ich weisse Haut habe und blaue Augen.

Das Leben wird mir hier einfach gemacht…wenn ich mich gehen lassen koennt, waer mein Lebensabend auf der Insel ‚Eua zugesichert. So habe ich doch diverse Angebote erhalten… Wie waere es mit Mitinhaberin eines Softeisgeschaeftes, oder einfach Instruktor in der ansaessigen Tauchschule werden? Zur Auswahl steht jedoch auch noch die voruebergehende Uebernahme von Taina’s Guesthouse waehrend sie ihren Sohn fuer drei Monate in Honolulu besucht…nanana… ich bevorzuge weiterzuziehen… so habe ich heute morgen die Faehre auf die Hauptinsel genommen…und freue mich auf die kommende Zeit in Neuseeland…

Bilder folgen…



Jeder Tag auf der Welt beginnt in Tonga

5 12 2011

Mitten in der Südsee eine Inselgruppe von ca. 170 Inseln ist der Ort wo die Datumsgrenze liegt und von Tag zu Tag als erstes der Morgen begrüsst wird. Zeit ist hier jedoch relativ und in der Tat scheint diese auch stehengeblieben zu sein.

Ich habe mich in Taina’s Place eingemietet…schöner grosser Garten mit kleinen Fales (Häuschen). Aufgenommen wird man wie ein Familienmitglied, der Einstieg in eine komplett andere Welt wird einem sehr einfach gemacht.

 `Eua besteht aus einer langen „Hauptstrasse“ und diversen Nebenwege, die entweder in den Dschungel oder an die Klippen führen. Zwei-drei Einkaufsläden, diverse verschiedene Kirchen und immerhin ein Tauchshop…doch that’s it!

Willst du was besorgen, dann laufe…! Wenn du Glück hast, so wirst du per Anhalter mitgenommen. Dies ist normal hier, denn es gibt keine Busse oder Taxis oder ähnliches.

Eine 5stündige Rundwanderung durch den Busch führte uns zu diversen Look-out’s. Unbeschreibliche Panoramasicht über das Dickicht und die wilde Küste der Insel. So gewaltig, dass man es weder beschreiben noch bildlich festhalten kann.

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Sonntags dann die Geburtstagsfeier der Oma am Strand um die Ecke… nettes Plätzen zum Verweilen, nicht wahr? Geschlachtet wurde ein ganzes Schwein, dazu gab es Süsskartoffel und Wassermelonen. Die Innereien wurden ins Meer geworfen, woran sie die kleinen Riffhaie erfreuten.10

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Ankunft im Königreich von Tonga inkl. Höllentrip nach `Eua

1 12 2011

Nach 2,5 Stunden Flug ab Auckland bin ich in Tonga gelandet. Scheint wohl nicht gerade touristische Hochsaison zu sein, denn ich war die einzig „Weisse“ an Board, am Flughafen und auch auf der Fähre!

Mit dem Taxi zur Fährstation, erstmals so richtig abgezockt geworden und wahrscheinlich das Dreifache für die Fahrt bezahlt, was solls! Fährstation..hmmm…wohl  eher übertrieben ausgedrückt. Mehr ein müllbeladener Steg mit einem kleinen Kutter, der eifrig beladen wurde…“this is the ferry“ hat mein Taxifahrer gesagt und ist wieder abgefahren. Ok…was nun? Muss wohl sehr hilflos ausgeschaut haben, denn paar Sekunden später hat mich Nancy und ihre Grosstante in Obhut genommen, alles gezeigt und erklärt.

Ticket gekauft, Wasser gekauft und erst mal warten…denn Zeit ist hier relativ. Auf Los geht’s los, und alsbald man in die Fähre einstiegen durfte, stürmten alle Passagiere aufs Boot, ich mittendrin mit meinem schweren Rucksack durch die Gegend gezogen von meinen zwei Beschützerinnen.

Drinnen irgendwo zwischen hunderten anderen Mitreisenden hingesetzt geworden, Rucksack deponiert und dann ging los. Es vergingen keine 10min und alle Passagiere waren entweder am Erdnüsse mampfeln oder schlafen, ich hab mich ersterem angeschlossen.

Nach einer guten ¾-Stunde auf hoher See, nur vereinzelt ein paar kleine Inseln sichtbar, hat der Wellengang dermassen zugenommen, dass ich mir  schon mal diverse Szenerie durch den Kopf hab gehen lassen und nach Rettungswesten Ausschau hielt…nur hab ich keine einzige gesehen!!

Die nächsten 1,5 Stunden waren nichts für schwache Gemüter, Weicheier oder Warmduscher… es war kostenloses Achterbahnfahren ohne Pause (Crazy-Mouse und Silverstar in einem). Es verging nur wenig Zeit und die ersten Passagiere hingen an der Rehling und übergaben sich, die Grosstante neben mir hat angefangen zu beten (Ave Maria…Jesus Christ…Please…), die stets vorlauten Männer haben keinen Ton mehr von sich gegeben.

Ich sah die Wellen immer wieder auf das Boot zukommen und fragte mich, wie es die nur packen soll. Von links, von rechts, von vorn haben sich die Wellen gebrochen. Wasser schoss durch die Einstiegsstellen in die Fähre rein, keine Füsse blieben trocken. Haha…ich mittendrin und (obwohl ich selten Respekt/Angst vor irgendwas habe) hoffte einfach, dass es keinen Schiffbruch gibt, denn wäre die Fähre gekippt, hätte es eine riesen Katastrophe gegeben!!

Nach 2.5 Stunden war die Insel `Eua sichtbar und kurz später endlich wieder Land unter den Füssen!!

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