Bämbeling Soul…jöst hämmering!!

18 05 2012

Also, wie die Zeit rennt!!! Das ist unglaublich…erst hab ich doch Sabrina (noch käsweiss…) am Flughafen von San José abgeholt, nun bringt sie mich heute bereits wieder auf den Bus. Schnips…und 15 Tage Abenteuer und Lachflash sind wieder vorbei!! Zudem hat sie eine gesunde Gesichtsfarbe angenommen Smiley …und kann mir langsam Konkurrenz bieten…herrlitsch!

1. Tag vs. 15. Tag

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So einige Leute haben wir kennengelernt…u.a. unsere liebe Mitreisende aus San José, die ein Unikat ihresgleichen darstellt…

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oder Reitschel (zu dt: Rahel) aus Seattle…alleine beim Namen mussten wir beide schmunzeln! Als es dann zum Foto kam, hat Reitschel Sabrina ganz plump  gefragt, ob sie etwa Bohnenmuss zwischen den Zähnen hat. Ich konnte mich nicht mehr halten vor lachen…Gott sei dank war da KEIN Überbleibsel der Bohne zwischen ihren Zähnen und wir konnten ein Erinnerungsfoto schiessen.

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Zuweilen machten wir während den langen Busfahrten von A nach B des Öfteren eine Volksabstimmung. Wir wählten ein Thema, diskutierten es offenkundig auf schweizerdeutsch und fragten dann die Mitreisenden (alles Ticos): “Jemand dagegen? Bitte Hand erheben, jetzt!” Die Abstimmungen wurden immer ausnahmslos einstimmig angenommen…Zwinkerndes Smiley guter Zeitvertreib!

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Dank Pascale konnten wir auch einen bunten Abend gestalten…Danke für die eine Fingerpuppe aus Marshmallows! Nebst der frisurlosen Prinzessin, waren auch unsere kuschligen Reisebegleiter stets Hauptdarsteller des Kasperlitheaters

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Die Drinks schmeckten am BESTEN in der Hängematte und zwar OHNE Alkohol… Katja…nimm emol s Glas usm Gsicht!! OK!!

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Zwei mal haben wir uns ein Velo gemietet…einmal um am Strand von Manzanillo chillen zu gehen und einmal um die Schokofarm im nächsten Ort zu besuchen.IMG_4689IMG_4687IMG_4771IMG_4772IMG_4893DSCF3786

Essen….das hat immer geschmeckt, ob selbst gekocht mit Nudeln à la Corcovado und Wein aus dem Tertapack oder feiner frischer Fisch mit Karibischer Sauce! Haifischsteaks gab’s auch zum essen (letztes Bild) und der war sowas von lecker!!! Smiley mit geöffnetem Mund IMG_4941IMG_4943

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die passenden Drinks dazu…am liebsten Batidos in allen Variationen!…zur Abwechslung auch mal was mit Schuss…

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ein kurzes Schnorchelvergnügen hatten wir auch noch…naja, eher Alptraum!! Sicht gleich null, Strömung, die ins offene Meer hinauszog und einen “Betreuer” der fast einen Herzinfarkt gemacht hätte. Aber für ein Foto hat es allemal gereicht!

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Nun…alles hat ein Ende und die Wege trennen sich…Sabrina zieht los nach Kanada und mich zieht es ins nahegelegene Panama.

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Hasta luego muchacha…esta un tiempo mucho bueno y aventurero! Buen viaje! Tres besos…

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Schleckmaul…

16 05 2012

Wie wird eigentlich Schokolade hergestellt?? jaja…irgendetwas mit Kakaobohnen und so, aber dann? Nachdenkliches Smiley Hmmm… Dieser Fragen möchten wir mal nachgehen und darum besuchen wir heute eine “Schokoladenfarm”.

Schritt 1: Die Frucht am Baum

Die Kakaobohne wachst in einer Frucht von einem Baum. Die Frucht braucht 6 Monate bis sie reif ist und geerntet werden kann. Öffnet man die Frucht, erscheinen alles lauter kleine Kakaobohnen, die eher glitschig und weich ausschauen und im eigentlichen Sinne noch nicht viel mit einer Bohne zu tun haben. Steckt man eine solche “Bohne” in den Mund, schmeckt es süsslich-fruchtig und erinnert eher an einen Granatapfel.

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Schritt 2: Verarbeitung der Kakaobohne

Die Bohnen werden geerntet und getrocknet. Auf traditionellem Weg dauert dies 2-3 Wochen, im Heizofen hingegen gerade nur 2-3 Stunden. Nach der Röstung, löst man die äussere Schale der Bohne ab und hält nun das zu verarbeitende Rohprodukt in der Hand. Nimmt man eine solche geschälte Bohne in den Mund, schmeckt es schon ziemlich stark nach Schokolade…einfach noch nicht so geschmeidig.

Die Bohnen werden nun gemahlen bis feines Pulver entsteht, Kakaopulver.

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Schritt 3: Die Mischung macht’s aus

Das Kakaobohnenpulver wird nun verarbeitet. Fügt man Milchpulver, Wasser, Rohrzucker, Wasser und Vanilleextrakt (in der perfekten Kombination) hinzu und knetet man es geduldig in den Händen, so entsteht langsam aber sicher eine feste Masse. Diese Masse ist das Vorprodukt “unserer” Schokolade.

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Die Hände sind nach dem Kneten ganz schmierig von der Kakaobutter, welche absorbiert wird. Obacht!! … nun ja nicht die Hände waschen, sondern mit den speckigen Fingerchen, die restliche freie Hautpartien einschmieren (wie Arme und Beine, Gesicht und Lippen…), denn dieses Öl macht die Haut nicht nur zart und fein, sondern schreckt auch jegliche Mücken ab!! Teufel

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Schritt 4: Das Endprodukt: Schoggi!!

Der geknetete “Bollen” wird nun zu einem Fladen verarbeitet und in Stücke geschnitten! Es darf gekostet werden!! Mhhhh…. schmeckt irrsinnig!!

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was bleibt mir noch übrig zu sagen, ausser… “und i ha Heimweh nach de Bärge, nach em Schoggi und em Wyy, nach de Wälder, nach de See’e und nach em Schnee…!!”



S’ isch halt scho schön, wenn’s schön isch…

12 05 2012

Nach drei Tagen Abgeschiedenheit und “Back-to-the-roots”, stinken wir (und v.a. die Kleider)  schon ein wenig vor uns hin…glaubt mir, die Dusche am Abend wird so was von zelebriert!! Um die Festivität jedoch feiern zu können, geht unsere Reise erstmals über den Golfo Dulce, von Puerto Jimenez nach Golfito. Das erst beste “Hotel” wird angesteuert…und…Halleluja…es hat eine Warmwasserdusche inkl. Seifenspender!! Heaven… Zwinkerndes Smiley und dann, das Zweitwichtigste…Prost! Bierkrug Ein Prosit auf drei überlebte, anstrengende Tage, auf Krabbelviecher und 99% Luftfeuchtigkeit!

Nächstes Ziel: Karibikküste! Das heisst von einem Ende (Pazifik) ans andere Ende (Atlantik) von Costa Rica…mit dem Bus Schulbus Um 5.00h früh geht’s los..anstatt 7std haben wir grad mal 5std nach San José gebraucht…eine halbe Stunde Pause und dann gleich in den nächsten Bus nach Cahuita…nochmals 4.5std. Das Schlafmanko der letzten drei Tage wird wieder wett gemacht, inkl. kostenloses  Nackenschütteln. (Dass es auch keine Liegesitze, Kissen und Kuscheldecken in den Bussen hat…wer kann da schon den Kopf ruhig halten, wenn es so rüttelt beim fahren?! Ich bestimmt nicht!!)

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(PS: Bibi Blocksberg von Walburga in ihrem lila Sonntagskleid war auch mit uns im Bus Smiley mit herausgestreckter Zunge)

Endstation: Cahuita…Karibik. Die Menschen sind “dunkler”, die Luft ist grasgefüllt!! Peace Reggae wird hier gelebt…sei es mit Musik, Tanz oder auf dem Kopf. Jeder Zweite trägt ein Shirt mit Bob Marley oder Che und die Düfte der Karibik liegen in der Luft…nicht nur die Rauchende, sondern auch die Kulinarische!! Es gefällt… Flirten - Mann Erst mal fein Abendessen gehen… Hühnchen in einer karibischen Kokoscurry-Ingwer Sauce!! Yummy… TellerDaumen hoch

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In Cahuita gibt es einen Nationalpark, der wird besucht! Wir laufen 3.5 Kilometer um an den Strand zu gelangen, der erstreckt sich dann relativ spärlich vor uns…immerhin sind wir die einzigen und machen es uns gemütlich…wie wärs mit einer Runde Yatzee??

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Jaja…die Einzigen, das wäre ja gelacht, denn plötzlich, wir sind schon beide am wegdösen, schleicht sich ein pelziges und bestimmt verlaustes Etwas an den Rucksack ran…Sabrina weckt mich ruckartig, denn der kleine Kapuzineraffe war nah dran, sich am Inhalt unserer Tasche zu bedienen! Arbeit

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Das nächste Ziel…Puerto Viejo…eine etwas “grössere” Ortschaft an der Karibikküste. Der Ort besteht nicht nur aus zwei Strassen, sondern sage-und-schreibe aus etwa fünf!! Es isch immer schön, wenn’s schön isch … und genau nach diesem Motto…geniessen wir die Tage!!

Ein Bisschen faulenzen und Batido’s trinken…(Frucht-deiner-Wahl mit Milch oder Wasser)…

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mal zur Abwechslung eine Runde Yatzee spielen…

…dazu ein Mojito schlürfen und an Barcelona und Cesar denken…

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…abends was leckeres kochen…

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…und brav nach Sonnenuntergang ins Bett gehen!! Engel



Junglecamp im Corcovado Nationalpark

8 05 2012

Eine etwas längere Geschichte…

Die Hauptdarsteller (vlnr):

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Alejandro, Carlos, Fran, drei freundliche und charaktervolle Spanier auf Mittelamerikareise, unser Führer Luis Alberto und wir zwei natürlich.

Aber zuerst mal die Einleitung:
Sabrina und ich sitzen im Bus Richtung Puerto Jimenez und werden von einem Spanier angesprochen. Alejandro fragt uns, ob wir auch Richtung des Corcovado Nationalpark gehen und Interesse an einer Trekkingtour hätten. So könnte man sich doch zusammenschliessen und einen Führer teilen. Ja warum nicht? Drei Chicos und wir zwei im Dschungel… das wird bestimmt grandios.

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In Puerto Jimenez nehmen wir ein Hostel und die Organisation des Trips beginnt. Bald schon stellt sich heraus, dass das gar keine so einfache Angelegenheit ist, v.a. wenn man kein Spanisch kann. Wir überlassen das Reden den Kerlen und ganze geschlagene drei Stunden später, nach etlichen Kalkulationen und Abwägungen, steht ein Plan. Wir gehen schlafen voller Vorfreude auf den Dschungeltrip.

Tag 1:

Der Sonntag beginnt mit Kaffee, Essen für drei Tage Wildnis einkaufen und Erlaubnis für den Nationalpark einholen. Letzteres zieht an den Nerven, denn am Sonntag geht in der Regel nicht viel und wir müssen von Office zu Office hetzten um alle nötigen Dokumente zusammen zu kriegen!
Um 13.00 h geht es auf den Collectivo, den Bus, der uns innert 2.5 Stunden in die Nähe des Nationalparkes fährt. Bus ist übertrieben…eher Viehtransporter für Wandervögel. Holprige Sache Verwirrtes Smiley

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In Carate steht uns noch ein 3km Laufmarsch zum ersten Nachtcamp bevor. Diese Kilometer werden in einem rekordmässigen Tempo am Sandstrand entlang abgetrampelt, sind wir doch schon spät dran und die Flut naht.

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Mit hochroten Köpfen und dem hoffenden Gedanken, dass dies nicht das Durchschnittstempo unseres Guides war, kommen wir in La Leona an und beziehen unser Camp. (I sag numme: back to the roots). Die Jungs übernehmen das Kochen. Kohlenhydrate her, denn morgen steht uns ein 19km Marsch nach Siena bevor. Pasta mit Thon aus der Büchse und Tomatensauce. So gefühlt gut hat es schon lange nicht mehr geschmeckt! Wir sitzen da und reden einen Mix aus Schwizerdütsch, Spanisch und Englisch…um 20h gehts ins Bett…Zähneputzen…Lichter werden nicht gelöscht, denn es hat sowieso keinen Strom.

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Obwohl die Umgebung gewöhnungsbedürftig ist und wir unserem Zelt auf Stelzen nicht wirklich trauen, ob es Krabbel-, rsp. Schleichtierfrei ist, schlafen wir erschöpft schnell ein. Mitten in der Nacht, Sabrina muss aufs Klo, öffnet den Reissverschluss des Zeltes und wird fast vom Schlag getroffen. Der dicke Hund des Besitzers hat es sich auf der Veranda bequem gemacht und erscheint im Licht des Vollmondes mit seinem gelbgoldnen Fell wie ein Jaguar. Der Schreck sitzt, lässt aber wieder nach und wir schlafen weiter. Kurz später, ich träume grad von Zahlen und Berechnungen, kibbelts da an meiner linken Schläfe. Reflexartig knalle ich dieses Etwas weg von meinem Kopf und spüre es auf unsere Decke fliegen. Mit einem Ruck ist auch die Decke weg und Sabrina wach, wir sehen Bewegungen und lüften das Geheimnis…naja…ich hatte ja schon wohl mal ein krebsrotes Gesicht, aber bestimmt noch nie einen Krebs im Gesicht! Enttäuschtes Smiley
Das Geschrei ist nicht gross…wohl finden wir es beide sehr igitt, aber bewahren Ruhe und ich mache in aller Ruhe erst mal ein Foto. Dann wird der hübsche Kerl mit den FlipFlops rausbüxiert…durch das riesen Loch durch welches er gekommen ist! Notdürftig verschliessen wir das Loch und finden kaum noch Schlaf.

Tag 2:

Die grosse Wanderung steht uns bevor. Tagwach 4.30h, Loslaufen um 5.00h. Morgenstimmung…Hammer…!!!

Wir laufen am Strand entlang, über Trampelpfade im Regenwald, durch Büsche und Dickicht, barfuss durch kleine Flüsschen… hie und da anhalten, in die Büsche schauen oder hoch in die Baumkrone…was sich da alles verstecken kann, ist ja unglaublich…

…und die vielfältige Natur ist einfach atemraubend!!!

Plötzlich ist er da, der magische Moment des Flussüberquerens!! Luis rät uns die Schuhe auszuziehen und evtl. sogar die Hosen…wir fragen, ob es Krokodile im Wasser hat?! Er meint ganz ruhig…nein, in diesem Fluss hat es keine Krokodile! Dennoch ist weder mir noch Sabrina bei dieser Tatsache wohl und wir können die Jungs überzeugen, den Fluss weiter nördlich, in Strandrichtung zu passieren, denn dort ist das Wasser noch sehr seicht!!

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und als ob wir es geahnt hätten…nach dem Überqueren des Flusses, tauchen auch schon im tieferen Teil zwei kleine hungrige Augen aus dem gar nicht so klaren Wasser auf…der Guide hat Recht…es ist kein Krokodil, aber ein Cayman…weit gefährlicher und angriffslustiger!! Erstauntes Smiley

Der Weg geht weiter…und so einiges bekommen wir vor Augen, sogar ein Tapir!!!

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Dennoch…die Freude über die Ankunft in der Lodge wird immer grösser…ich kann es kaum erwarten endlich eine Pause einzulegen und die Frischluft meinen Füssen bekannt zu machen. 19km sind wir marschiert, 7 Stunden haben wir gebraucht! Endlich…die Lodge ist in der Ferne sichtbar!!

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Die Verschnaufpause ist aber nur klein…wir wollen heute ja noch die Umgebung abklappern und uns auf die Suche nach einem Faultier begeben…!! Also…die Füsse wieder rein in die nassen Socken und schmutzigen Wanderschuhe und ab in den Wald. Wir treffen auf viele verschiedene Affen und auf ein badendes Tapir, aber auf kein Faultier…dies wird wohl noch schlafen!

Abends wird erstmals die Dusche zelebriert!! Halleluja Party-Smiley und dann sind die Jungs wieder an der Reihe. Kohlenhydrate her… Reis mit Tomatensauce und Thon aus der Büchse! Erschöpft geht es um 19h ins Bett, nicht mal ein Kartenspiel in geselliger Runde liegt noch drin!!

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Tag 3:

Tagwach um 5.00h, Abmarsch um 5.45h…wir wollen in den Wald und Tiere sehen. Von einer Horde Aras werden wir bereits lauthals begrüsst…sie kreisen ihre Runden am Himmel, es ist ein gewaltiges Schauspiel!

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Ab in den Wald…Rundwege à 3 Stunden stehen uns bevor…wir sind den ganzen Tag beschäftigt und laufen, laufen, laufen…gucken, schauen und beobachten…

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Sogar der Osterhase war im Regenwald und hat da seine Eier vesteckt!!

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Das Beste kommt wohl bekanntlich zuletzt!! Ganze zwei Tage haben wir in den Wipfeln der Bäume ein Faultier gesucht und nie gefunden…auf dem Weg zurück ins Camp, hat es unseren Weg gekreuzt. Langsam…aber ganz langsam klettert das graupelzige dreifingrige Faultier den Ast herunter um den nächsten wieder hochzuklettern…das ist ein Leben…

Zur Feier des Tages kochen die Jungs…es gibt Pasta mit Tomatensauce und Thon aus der Büchse!!! Yummy…man lernt das Essen wieder schätzen!! Smiley mit geöffnetem Mund und da es unser Abschiedsessen ist, kriegt jeder noch eine halbe Avocacdo und einen Löffel Nutella zum Dessert!

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Ja, Abschiedsessen…denn Sabrina und ich werden 22km nicht zurücklaufen, sondern nehmen Plan B zur Anwendung . Wir haben eine Botschaft vermittelt: Hilfe…wir sind zwar keine Stars, aber holt uns hier raus…!

Tag 4:

Tagwach um 5h, die Jungs machen sich zum Abmarsch bereit. Kleine Zeremonie des Adressenaustausches und noch ein Erinnerungsbild…dann winke winke…schön wars, echt!!! Weinendes Smiley

Um 10h kommt unser Privatjet…bye bye Dschungel, bye bye Kuscheltiere…es war wunder…wunderschön!!!

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Costa Rica zum Zweiten…

4 05 2012

Die Tage in Honduras sind  gezählt und ich mach mich mit vielen schönen Taucherlebnissen zurück auf den Weg nach Costa Rica. Die Zeit auf der Insel war der Hammer…zum Abschluss gibt es noch einen Tauchgang in der Nacht. Im Dunkeln unter Wasser…echt witzig was für Kreaturen da aus ihren Höhlen steigen!!! Verwirrtes Smiley Diveguide Davit und el capitano Jacó haben volle Arbeit geleistet… zum Abschied noch ein Erinnerungsfoto:

Verabschieden tu’ ich mich auch von Polly meinem Lieblingspapageien! Nochmals gekrault werden und wohlig dabei krächzten…vorbei ist nun die Zeit des täglichen Keksefüttern und Ananansteilen…

Mt der kleinen Maschine geht es von Roatán nach San José zurück. Noch ein Mal schlafen und Besuch aus der Schweiz kommt!! Bin ein wenig nervös… Enttäuschtes Smiley und finde kaum Ruhe. Auch andere Gedankengänge und Aufwühlungen von Gefühlen zehren an meiner Schlafphase…egal…

Ich bin schon Stunden vorher am Flughafen und vertreibe meine Zeit bis Sabrina kommt mit Leute beobachten und Reisepläne schmieden. Nach gut 4 Stunden des Wartens ist es so weit. Die Maschine aus New York ist gelandet…uiui…jetzt geht alles schnell…werd ich sie wiedererkennen? Sie mich? wie reagieren? Aber sich zu viele Gedanken machen, ist meist überflüssig. Wir sehen uns, erkennen uns und umarmen uns und bereits am Flughafen können wir uns vor lauter Lachen kaum auf den Beinen halten. Diese zwei Wochen können ja heiter werden…

Wir verbringen die Nacht mehrheitlich mich quatschen, austauschen, updaten und erzählen. Die Weiterreise wurde innert 5 min auch total auf den Kopf gestellt. Aber wir sind ja flexibel…und reisen statt wie geplant nach La Fortuna und dem Arenal Vulkan, einfach mal in den Süden zum wohl schönsten Nationalpark Costa Rica, in den Corcovado Nationalpark. Die Reise kann beginnen, Details folgen…

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An dieser Stelle möchte ich noch allen ganz herzlich danken, die Sabrina einen Gruss, eine Umarmung oder eine kleine Überraschung an mich mitgegeben haben! Ich hatte echt eine riesen Freude und konnte vor lauter strahlen schon fast eine Kleinstadt mit Energie versorgen! Schön, dass es euch gibt… Herz



Alajuela und der Vulcano Poas

21 04 2012

Aus dem geplanten Tauchtag ist leider nichts geworden und nach gut 16 Tagen Sand, Strand, Meer und feuchte Luft, Kleider die muffen und klamm sind, sowie etlichen Gelüsten nach neuen Abenteuern, entschliesse ich mich weiterzuziehen. Aber wohin? Enttäuschtes Smiley Ausgangspunkt jeglicher Weiterreisen ist San Jose, rsp. Alajuela…also, ab zurück in die Stadt.

Mit der Fähre geht es von Paquera nach Puntarenas…ahh…ich liebe Fähre fahren. Es ist einfach ein herrliches Gefühl!! Einfach auf den Ozean schauen und kucken, ob was geht…der ganze Spass kostet CHF 1.80! Bei diesem Spottpreis könnte man ja ein paar mal hin- und herfahren, der einzige Hacken ist die Fahrtdauer von 70min.

In Puntarenas steht auch schon ein Bus nach San Jose, rsp. an den Flughafen. Den nehm ich und lass mich während der dreistündigen Fahrt in den Schlaf wiegen.

So, ich möchte ein wenig tauchen und die Unterwasserwelt der Karibik sehen. Costa Rica kann da leider nicht sehr viel bieten. Obwohl eine Karibikküste vorhanden, fehlt es an einem richtigen Riff. Was steht zur Auswahl? Panama? Nicaragua? Kuba?…oder Honduras?? Bingo…

Am Flughafen abchecken, ob die Tage ein Flug nach Roatan geht…und ja, er geht. Abchecken ob es eine Tauchbasis mit Unterkunft hat, ja…hat es. Anfragen ob noch ein Platz frei ist…ja, den hat es auch! Hmmm…nochmals anfragen, ob sie mir einen Spezialpreis machen können…ja, können sie! Hmmm…wer-weisen ob buchen oder nicht…buchen!! Ja…soviel zu dem Cooles Smiley

Dann lass ich mich von Geroge abholen und in sein Häuschen bringen. George ist ein typischer Schweizer, vor 17 Jahren nach Costa Rica ausgewandert. Er vermietet Zimmer und begeistert einem mit Stories und Tipps über Costa Rica und Umgebung.

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Mein Flug geht am Montag, so habe ich noch ein ganzes Wochenende um Wäsche zu waschen und die Umgebung zu auskundschaften. Die Wäsche wird mir von Geroge’s Frau gewaschen und ich konzentrier mich auf einen Ausflug: Vulcano Poas

Der Poas ist der meistbesuchte Vulkan Costa Rica’s, gut 2700m hoch. Mit dem Auto, rsp Bus kann man direkt zum Krater hoch fahren und in den Kratersee schauen. Der Krater ist gut 289m tief und seine Aktivität beschränkt sich auf Schwefelausdünstungen und kleinen Geysiren. Ich mach mich auf den Weg, doch leider ziehen Wolken auf und auf Höhe des Kraters gleicht die Sicht einer dicken Suppe. Erkennen kann ich leider nicht viel…aber dennoch ist es ein gewaltiges Gefühl…und immerhin ist der Vulkan riechbar…Schwefel liegt in der Luft!

Ein Rundweg von gut 2km führt mich durch einen dicken Nebelwald mit vielen verschiedenen Vogelarten. Am meisten gefällt mir der Kolibri…sein Geflatter ist so laut hörbar und macht einem ganz närrisch. Für ein gut gelungenes Foto ist dieses kleine Federvieh leider zu flink.



Weiter geht es nach Tambor

17 04 2012

Zeit um weiterzuziehen…ab in den Bus und ins nächste Kaff. Ich sitze da mit diversen anderen Menschen, die Stimmung ist gemütlich. Aus der Lautsprecheranlage singen Air Supply: Making Loooo’ooove out of nothing at all!! Herrlich…ich flüstere mit und schaue durch das verstaubte Fenster nach draussen. Pffffff…Peng…ui…hört sich nach plattem Reifen an, doch der Busfahrer brettert eifrig weiter. Beim nächsten Halt wird heftig diskutiert…alle müssen aussteigen und ihre Sachen packen…aha, also doch Reifenpanne. Auf die Schnelle wird der Schulbus umfunktioniert. Alle wieder rein, schön Platz nehmen und erstmals ab zur nächsten Tankstelle volltanken.

Ich sitze neben einer jungen Mutter. Sie schaukelt ihr gut-ernährtes Kind frisch fröhlich auf ihrer Beinen herum. Kaum macht der kleine Stinker einen Mucks wird der Schoppen mit Milch in den Kinderhals gesteckt. Die hat aber ein hungriges Bebe denke ich mir und schaue dem kleinen Knopf zu, wie es gierig die weisse Brühe aus der Flasche saugt. Kaum ist der Einwegschoppen leergepumpt, schmeisst ihn die Mutter aus dem Fenster des fahrenden Busses…aha, soviel zu Umweltfreundlichkeit!! Bebe wird nun artig über die Schulter gelegt und bisschen geklopft…ein Bäuerchen wird erwartet, aber bitte nicht auf meinen Schoss. Nein, kein Bäuerchen, aber einen Haufen in die satte Windel…Juheee…stinkt ja wohl gar nicht!!!

Artig hält der Busfahrer an der Station, welche ich ihm beim Einsteigen auf meinem improvisierten Spanisch angegeben habe. Ich packe meine zwei Rucksäcke und laufe zur Tauchbasis. Mit Carlos, dem Schweizer Inhaber und Tauchinstruktor, hatte ich vorneweg schon telefonischen Kontakt. Er versprach mir eine Unterkunft zu besorgen. Statt Carlos treffe ich Milton an, welcher sich anbietet mich zu meiner Cabina zu fahren…ok, gerne!! Aha…aber mit dem Motorrad?? Hier alles kein Problem. So steige ich mit meinen 18kg auf dem Rücken und den 4Kg auf der Brust hinten auf den Soziussitz, klammere mich um die Taille von Milton und hoffe einfach, dass er kein Vollgas gibt sodass ich nicht gleich rückwärts wieder runterpurzle…So fahren wir gut 7 Minuten Hügel hoch und Hügel runter. Meine Muskel versuchen die Gewichtsverlagerung stets auszubalancieren…es klappt fantastisch!

Im Garten von meiner Unterkunft werde ich zuerst mal von einer Horde wilder Brüllaffen lauthals begrüsst. Ja, hier bleib ich mal für ein paar Nächte und hoffe, dass ein Tauchgang zur Isla Tortuga stattfinden wird.

Der Tauchtag ist auf Donnerstag angesetzt, so hab ich den ganzen Dienstag Zeit mir die Umgebung und das naheliegende Wildtierreservat anzuschauen…Dienstag früh geht der Morgenbus um 6.00h. Ich signalisiere dem Fahrer, er soll am Curu Refujero anhalten und mich rauslassen…si, si…kein Problem. Und wer ist es, der weiterfährt und Katja nicht rauslässt, der Buschaffeur. Super, Endstation!! Ich ärgere mich ein wenig, was nun? Auf den nächsten Bus zurück warten? wann kommt denn der? Laufen? Ich fange an zu laufen…Schritt um Schritt, etwa 6km stehen mir bevor. Nach gut einem Kilometer vage ich mal einen Blick zurück…ahhhh…ein Bus kommt. Ich signalisiere dem anzuhalten…doch der Chaffeur verlangsamt zwar seine Fahrt, macht aber keine Anstalten anzuhalten!! Hallo?! Grrr….haben sich alle gegen mich verschworen?? Jetzt bin ich extra so früh aufgestanden um die erste im Reservat zu sein um viele wilde Tiere zu sehen und jetzt, werd ich wahrscheinlich erst gar nicht dort ankommen!!! Ich dappe weiter…und plötzlich hält ein Auto mit Anhänger…was will nun der von mir, denk ich mir so und möchte schon vorbeilaufen. Dann wird die Scheibe runtergekurbelt und Milton steckt seinen Kopf heraus…natürlich nimmt er mich mit und setzt mich vor dem Eingang des Reservates ab!! Juhee…

Im Reservat streune ich umher, versuch Affen, Insekten und sonstige wilde Tiere vor meine Linse zu bekommen!! Und plötzlich kommt ein junger Typ um die Ecke…er spricht mich an und frägt, ob er mir paar Sachen zeigen darf. Ich bin meist nicht so offen, wenn Typen mich ansprechen, aber ich will ja auch kein Spielverderber sein! So lasse ich mich von Juan (er ist übrigens ein Angestellter des Reservates) herumführen und zwar in diese Ecken des Parkes, welche für die Öffentlichkeit nicht zugänglich sind. So treffe ich auf zwei Krokodile, einem komischen Tier wessen Name ich vergessen habe, auf viele Affen und Vögel.

Mit seinem Quad fahren wir noch durch wilde Wege, über hängende Brücken und vorbei an wildbewachsenen Seitenpfade…es macht mir grossen Spass bis zu dem Zeitpunkt als Juan mir tief in die Augen schaut, mir das Blau vom Himmel erzählt und meint, dass er sich unsterblich in mich verliebt hat! Ja super…auch die Masche…”ich bin vergeben und mein Freund wartet”…zieht nicht, er lässt nicht locker und möchte mir unvergessliche Momente bereiten!! Und dann beginnt die anstrengendste Phase meines Tages…den Typen abwimmeln!!



Montezuma

14 04 2012

Der Bus bringt mich innert vier Stunden nach Montezuma, einem kleinen Hippie-Dörfchen an der Pazifikküste. Montezuma wird liebevoll auch Montefuma genannt…”Gras” ist hier an der Tagesordnung, wie auch Yoga und organic food.

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Ja gut, was kann man in Montezuma so machen?? Diverse Touri-Büros bieten Touren an zum Schnorcheln, Kajakfahren, in die umliegenden Nationalparks etc. Mir kribbelts so langsam unter den Fusssohlen, ich möchte wieder etwas unternehmen. Die Hostelbesitzerin hat mir von einem Wasserfall vorgeschwärmt, 2 Stunden einen Weg und das alles am Strand entlang…hört sich gut an!

Ich packe meine Sachen, v.a. Fotoapparat, Wasserflasche, Badetuch und mache mich auf den Weg… jaja…es ist schon schön so am Strand entlang zu laufen, es ist v.a. endlos…und was man da so alles entdeckt…

Schildkröte

nach gut zwei Stunden habe ich den Wasserfall weder gehört noch gesichtet. Na gut, ich hab auch diverse Fotostopps eingelegt, da kommt man schon in Zeitverzug. So geb ich mir noch ein Zeitfenster von einer halben Stunde und laufe die kommende Bucht noch ab. Und ganz am Ende sehe ich etwas tröpfeln…so ganz spärlich ins Meer hinein…aha…das muss er sein…Enttäuschtes Smiley naja…der Weg zum Wasserfall hat sich gelohnt, der Wasserfall selbst, ist eher eine Lachnummer Weinendes Smiley

Auf dem Weg zurück treff ich dann Anne und Francie aus Thüringen an. Wir kommen ins Gespräch und ich werd so über die Umgebung aufgeklärt…über die must see’s und die no go’s. Geh nicht in diesen Nationalpark, da sind die Tiere voll aggressiv, mach eher das….usw. Zusammen laufen wir dann noch zu einem andern Wasserfall, wo es dann auch eine Erfrischung gibt. Herrlich…!!!

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Montezuma ist schon sehr exotisch…in den Büschen krabbelts, auf den Bäumen wackelts…die Affen schreien in der Nacht und lassen Mangos auf die Hütten knallen, kleine und grössere Leguna kriechen durch das Dickicht…Kolibris, Ameisen, Nasenbäre, man muss auf alles gefasst sein. Ich versuch das mal festzuhalten und geb euch bald eine Kostprobe davon!



Samara…und das Baden geht weiter

11 04 2012

Liebevoll verabschieden sich Gunter und Maria von mir. Obwohl nur vier Tage mit ihnen verbracht, hatten wir doch ein sehr entspanntes und familiäres Verhältnis. Noch’n Foto zum Abschied…IMG_1931

So, die Reise mit dem Bus beginnt…bin ein wenig nervös, ob auch alles klappt, wie es soll. Ich steh da mit anderen und der Bus kommt…so wie es ausschaut bin ich nicht die einzige die heute reist! Ich gebe dem Buschaffeur zu verstehen, dass ich am Cruz de la Comunidad raus möchte, ich zahle und muss mit meinem grossen Rucksack hinten einsteigen, rsp mich hinten reinquetschen. Die Fahrt geht los, ich steh da doof rum und weiss nicht mal, wann ich denn raus muss…so frag ich einfach den nächstbesten Typen, der wiederum jemanden frägt, welcher mir dann mitteilen wird, wann es soweit ist…und es klappt.

La Cruz de la Comunidad ist eine staubige Kreuzung, an welcher die Busse aus allen Richtungen kommen und nach allen Richtungen fahren. Ich frag mal nach nach dem Bus nach Nikoya und krieg ne lange spanische Erklärung. Si si, muchos gracias…geb ich zur Antwort und hab irgendwie verstanden, dass ich einfach hier warten soll. ok. Und da kommt er ja schon, der Bus. Katja hat gelernt, bezahlt und steigt hinten ein und da hat es ganz viel Platz, sogar einen Sitz zum entspannen.

Witzig beim Busfahren ist, dass es keine Klingel hat. Die Leute pfeiffen oder klopfen an die Scheibe oder schreien ALTO, wenn sie aussteigen möchten. Aber ich weiss ja gar nicht, wo genau ich aussteigen muss und versuch anhand von spärlich vorhandenen Ortstafeln und meiner Strassenkarte rauszufinden, wann es etwa soweit sein könnte. Und wenn es dann etwa so weit sein könnte, steige ich dann aus, wenn die meisten Passagiere auch aussteigen, das kann ja nicht falsch sein.

In Nikoya hab ich dann ne Stunde Aufenthalt und warte auf den Bus nach Samara. Ganz viele Leute wollen diesen Bus auch nehmen, ich denke mir, da haben bestimmt nicht alle Platz…haha, denkste…was nicht passt, wird passend gemacht. So drücken sich alle zusammen, immer näher und näher und witzig wird es dann, wenn die hinterste Person, welche sich am Anfang den hintersten Sitzplatz ausgesucht hat, nach drei Stationen bereits wieder raus muss!! Ja…das ist echt witzig!!!

Für die letzten 34km braucht der Bus 1h20min. Schliesslich gibt es Perioden in welchen er alle 50m stoppen muss um Leute raus oder reinzulassen. Zudem ist das Gebiet sehr hügelig und kurvig und die Strassen sind teilweise gar nicht geteert.

Aber die ganze Fahrt hat sich gelohnt. Ich werde mit einem herrlichen Sandstrand und Sonne empfangen…ja, hier bleib ich mal paar Tage…

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Zuhause bei Gunther

8 04 2012

Der Transport hat geklappt…ich fahre bis nach Liberia, wo ich mir für zwei Tage in ein Hostel einquartieren wollte. Doch der Blick ins Zimmer, wie auch in mein Gemüt lässt mich unwohl fühlen. So gebe ich den Schlüssel postwendend zurück, verabschiede mich freundlich und nehme den nächsten Bus an den Strand! Playa del coco!! Das war ein Bauchgefühl und die beste Entscheidung überhaupt…

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In Playa del coco ist über die Ostertage der Teufel los. “Ganz” Costa Rica versammelt sich an dem drei Kilometer langen Sandstrand um ein bisschen Party zu machen. Ich suche mir meine Unterkunft bewusst aus…ein wenig ausserhalb der Ortschaft im netten Casa Talamanca von Gunther aus Bockheim. Dort beziehe ich mein Einzelzimmer, gehe gleich mal die Strandlage abchecken und buche paar Tauchgänge. Ja…so…genau so, fühle ich mich wohl!!

Tag drauf Karfreitag geht es ab aufs Tauchboot. Der Blick ins Meer lässt mich schon erahnen, dass die Sicht wohl eher schlecht als recht sein wird…und in der Tat…”dank” der roten Strömung, die alle Jahre mal an Costa Rica’s Pazifikküste vorbei zieht, ist die Sicht unter Wasser auf 1-3m beschränkt!! (also, die Fotos sind nur so gelb wegen der schlechten Sicht…Kamera nix kaputt)

Ja…trotz reduzierter Sehfähigkeit, sehe ich doch einiges, was mein Herz höher schlagen lässt. Der erste Tauchgang war vollgepumpt mit Haifischen, Schildkröten, tausende von Kugelfischen, Oktopussen und ganz zu meiner Freude: Seepferdchen!! Smiley mit geöffnetem Mund

Seesterne

Schnecken

und ein giftiger Steinfisch!!

Tauchtag zwei lässt auf Mantas hoffen. Wir fahren mit dem Boot gut eine Stunde zu kleinen Inselchen im Pazifik…dort herrscht stets kühleres Wasser und eine rege Strömung. Perfekt für Mantas…und zur Frühlingszeit ist auch bei den Tierchen die Brunft angesagt… so sehen wir schon von Weitem, wie die Mantas frisch-fröhlich sich im Meer tollen und mit überwasser Pirouetten die Aufmerksamkeit des anderen Geschlechtes erhaschen…das war ein Schauspiel vom Feinsten!!

Schnell in die Tauchausrüstung und ab ins Wasser….aber keine Mantas! Die Sicht ist auch auf 10m beschränkt!! Weinendes Smiley Zuerst mal den abtauchen, sich durch eine Lage Quallen quälen und den Grund nach  kleinem Getier absuchen. Und plötzlich…oben am “Himmelszelt” des Meeresspiegels ziehen die Teufelsrochen ihre Kreise…zu hundert schwimmen sie an einem vorüber…es ist ein magischer Moment…aufpassen, damit einem nicht der Atem stehen bleibt. Vereinzelte Mantas kommen auch in unsere Nähe…sie schauen und ziehen ihre Bahnen. Wow….!!

Wieder am Lande habe ich in der Casa Talamanca Anschluss gefunden. Es ist nebst mir eine tikanische Familie abgestiegen. Die Frau, Katja, ist Masseurin…und als sich rausstellte, dass ich dies auch mal gelernt hab, möchte sie mir gerne zeigen, was sie so drauf hat und ehrlich…Hammer…über 1,5 Stunden werde ich von Zehenspitze bis Haarwurzel, über Beine, Rücken, Arme, Gesicht massiert…. mit verschiedenen Ölen und Aromen…zum Abschluss noch ein Chlorophyl-Wässerchen zum reinigen und stärken!! Mein spanisch reicht wieder mal nicht aus um der lieben Frau mitzuteilen, wie super toll sie das gemacht hat….aber man versteht sich irgendwie auch ohne Worte!! Es war echt der Hit…!! Und da es für alle der letzte Abend ist, werden spontan noch ein paar Würstchen auf den Grill geschmissen und mit paar Bierchen und netten Geschichten, kleinen nostalgischen Trompetenklängen den Abend fein abgerundet.

Kennt ihr Heinz Erhardt?! – Gunter könnte sein kleiner Bruder sein…es war sowas von witzig und toll!! Danke…