The Leap Year (engl. für das Schaltjahr)

29 02 2012

Ich sitze in einer kleinen Propellermaschine mit nur gerade 15 Plätzen. Soeben ist der Pilot eingestiegen, hat irgendwas von “please…seatbelt…and lifewest under seat” gemurmelt und ist dann in seine Kabine verschwunden. Ich sitze in der siebten und letzten Reihe, wenn meine Kontaktlinsen richtig sitzen, dann kann ich geradewegs ins Cockpit schauen…irgendwie witzig. Nach dem Start gehört aber der Vogelperspektive über Aitutaki meine volle Aufmerksamkeit. Netterweise wurden alle Damen auf die rechte Reihe des Flugzeuges gesetzt, von dort hat man dann nämlich auch eine irrsinnige Sicht über das Atoll…

Wieder auf der Hauptinsel habe ich das Gefühl, dass Hektik pur herrscht!! Enttäuschtes Smiley zudem schlafe ich in einem Dorm mit 24 Betten…zum Glück ist nicht Hochsaison und das Zimmer nicht ausgebucht! Ich quäle mich durch die Hitze und betreibe ein wenig Sightseeing in der Hauptstadt. Auf einem Flyer steht… “go local – celebrate the leap year with us”…ok…

Und tatsächlich…auf dem kleinen Marktplatz von Avarua beginnt um 6pm ein riesen Fest, die Menschen feiern das Schaltjahr. Es gibt Essens- und Souvenirstände und alles von Einheimischen betrieben. Dazu feine Ukulelemusik und später traditioneller Islandtanz und Hula Hula!

Es ist fantastisch diesem Treiben zuzuschauen und lokale Spezialitäten zu geniessen und mit ein paar Einheimischen ins Gespräch zu kommen!

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Etwas möchte ich euch nicht vorenthalten…eine kleine Spielerei meinerseits..damals als das Wetter schlecht war auf Aitutaki und Kati nicht wusste, was mit dem verregneten Nachmittag anzufangen…in diesem Sinne: come out and play…

Kleines Daumenkino gefällig??



A wie Aitutaki

26 02 2012

Der Inbegriff der Cook Inseln ist das Eiland Aitutaki. Gemäss Erzählungen der Einheimischen ist das Atoll noch paradiesischer, die Strände noch weisser, die Lagunen noch tiefblauer…es bleibt mir nichts anderes übrig, als selbst ein Bild davon zu machen!!

So heisst es am Freitag, Rucksack packen und ab an den Flughafen. Die Gepäckvorschrift erlaubt einem 16kg zu transportieren…da ich nun mal ein Bisschen mehr habe, ist umpacken angesagt! Der grosse Rucksack wird am Flughafen deponiert, irgendwo in einem Raum der Air Rarotonga (Ich vertraue mal und hoffe, mein ganzes Hab und Gut vollständig wiederzukriegen). Alles Notwenige für die nächsten 5 Tage stopfe ich in zwei kleine Taschen…so macht das Reisen noch viel mehr Spass!!

Die kleine Propellermaschine mit 32 Plätzen bringt uns innert 50min nach Aitutaki. Mit mir an Bord ist Flo, ein sympathischer Bayer, welchen ich im Guesthouse auf Rarotonga kennengelernt habe.

Von Matariki, die Besitzerin meines Guesthouses, werde ich am Flughafen bereits erwartet. Ich habe mich für ein “Homestay” bei Einheimischen entschieden. Auf der Fahrt zum Haus spüre ich, dass es die beste Entscheidung war. Innert Minuten werde ich über alles Informative der Insel aufgeklärt und eine halbe Stunde später sind auch bereits die Tauchgänge für Samstag und Lagoon-Cruise für Montag organisiert.

Das Tauchen war irgendwie witzig. Sogar unter Wasser ist das Inselfeeling spürbar. Der Guide bringt uns kurz zum Drop-off auf 25m, taucht ein wenig durch die Gegend und gibt uns dann das Zeichen, dass er jetzt wieder auftaucht, wir aber noch rumschwadern können, so lange wie wir wollen. Ok… der Tauchplatz ist übersichtlich und für uns Taucher ist selbstverständlich, dass jeder auf jeden ein Auge hat…so wird getaucht, bis die Flasche leer ist, das macht es erst recht Spass!! Laut lachen

Genug der langen Worte…hier ein paar Inseleindrücke: (etwa zu viel versprochen??)

An meinem letzten Tag auf der Insel, leih ich mir ein Fahrrad aus und entdecke auf eigene Faust. Den Lookout…den Hafen…die verschiedenen Strandabschnitte…das Inselinnere…treffe hier und da bekannte Gesichter an und pausiere um einen kleinen Schwatz abzuhalten. Die Sonne brennt und mein Kopf hat das Gefühl bald platzen zu müssen, doch jeder Winkel dieser wunderschönen Insel ist jeden Pedaltritt in der extremen Hitze wert!

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Es ist Halbzeit…vor drei Monaten bin ich losgezogen um die grosse weite Welt zu entdecken! Oh ja, viele Sachen habe ich erlebt, viele Menschen kennengelernt und viele Adressen ausgetauscht. Mir wiederfahren die absurdesten Dinge, schräge Begegnungen, interessante Gespräche, nette Bekanntschaften, tolle Angebote…die Skrupel alleine auf Reisen zu gehen, ist schnell abgelegt. Denn will man nicht alleine sein, so ist man es auch nicht. An jeder Ecke steht jemand, der das gleiche Schicksalsbündel mit sich trägt…sei es John, pensionierter Rentner aus New Jersey… Steven, Militärfotograph aus Wales…Mathilde, Studentin aus Marseille oder das nette Ehepaar aus Intervargille (NZ) Tanja und Peter, welches mich spontan zu einem 3-Gänge-Menü einlädt. Florian musste jedoch dran glauben und mit mir mein 3-Monatiges zelebrieren…inkl. catch of the day (lecker Thunfisch) mit feinem Weisswein MartiniglasTeller Paradies auf Erden und das am anderen Ende der Welt!!



32 Kilometer

23 02 2012

Nachdem ich vier Tage hintereinander getaucht bin, ist nun heute ein tauchfreier Tag angesagt. In der Regel gilt: 24 Stunden vor einem Flug sollte man nicht tauchen, da ich einen Plan im Sack habe, halte ich mich nun schweren Herzens daran.

An Ausschlafen ist gar nicht zu denken, die innere Uhr weckt mich Punkt 7 Uhr. Naja, was macht man an einem bewölkten Tag in der Südsee? Erstmals frühstücken und Kaffee trinken, Wäsche waschen, bisschen quatschen und dann bewegen!! Im Schuppen habe ich ein Fahrrad gesehen…das nehm ich mir…32km gibt es abzustrampeln, einmal rund um die Insel Enttäuschtes Smiley

Am Anfang geht es recht gut. Es gibt eine Hauptstrasse die etwa immer im gleichen Winkel um Insel geht, ein paar deftige Schlaglöcher, auf die man achten muss und relativ wenig Verkehr. Ich strample mich vom Muri Beach Richtung Aroa Beach, dort wo vor “meinem” Tauchcenter sich eine schöne Lagune zum Schnorcheln erbreitet. Nach 40min und etwa 1/4 der Strecke, finde ich mich auch schon mit Taucherbrille und Schnorchel im Wasser…es gibt einiges zu sehen!

Anderthalb Stunden schnorcheln, eine halbe Stunde trocknen und dann gut eine Stunde mit Sabine quatschen und dann ab wieder aufs Rad für die restlichen Kilometer. Ich strample und lass ausfahren, geb wieder an und lass ausfahren…die Pneu’s sind nur halb voll und hinterlassen einen guten Reibungswiederstand. (Um der ganzen Anstrengung noch ein wenig mehr Dramatik zukommen zu lassen, korrigier ich mich hier und sag, dass die Pneu doch eher halb leer warenVerwirrtes Smiley)

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Zwischendurch ein paar Fotostopps um ein paar Inseleindrücke festzuhalten, kleine Pause und trinken und in der Hauptstadt Avarua gibt es dann ein verdientes Glacé. Natürlich die doppelte Portion…einmal Schokolade und einmal Passionsfrucht bitte!! Smiley mit herausgestreckter Zunge herrlich!! Obwohl es im Hauptort einiges zu sehen gibt, halte ich mich gar nicht all zu lange dort auf. Ich werd später noch genug Zeit haben, mir alle Geschäfte und Sehenswürdigkeiten anzuschauen.

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Weiter wieder Richtung Guesthouse…jetzt wird es anstrengend und der Popi fängt langsam an zu reklamieren…doch auch diese Herausforderung wird gepackt und durchgezogen!! So finde ich mich gegen späteren Nachmittag patschnass vom schwitzen wieder in meiner Bleibe!!

Morgen stieg ich in einen kleinen Flieger und hab geht es auf die nächste Cook Insel…. FlugzeugInsel mit Palmen



Diving in Rarotonga

22 02 2012

Ich habe mir eine super Tauchbasis unter deutscher Leitung ausgesucht. Getaucht wird in einer kleinen Gruppe von drei Taucher plus einem Guide. Wie es der Zufall so will, kommt das mich begleitende Taucher-Päärchen aus der Schweiz…aus der Nähe von Basel…aus Diepflingen! Zwinkerndes Smiley witzig…am anderen Ende der Welt trifft man fast Seinesgleichen… Mit Leo und Esther zu tauchen macht riesen Spass. Wir sind auf dem selben Level, über und unter Wasser. Die Luft reicht für gute eine Stunde tauchen…herrlich!!!

Die Korallenwelt um Rarotonga besteht hauptsächlich aus Hartkorallen, grösstenteils bereits leider abgestorben durch Granitfischen und unnatürliche Wassererhitzung. Was die Flora nicht hergibt, macht die Fauna, wie auch die Topographie wieder wett. Hier ein paar Eindrücke:

Weissspitzen Riffhaie hat es einige…Erstes Exemplar war anfangs ein relativ neugieriger Kerl, schlussendlich aber doch ein Schisshase…

Eine Spanische Tänzerin. Eine eher seltene Nacktschnecke, die ihrem Namen alle Ehre macht (hier grösseres Exemplar). Die weissen “Zotteln” auf ihrem roten Rücken, tanzen bei Strömung wie eine spanische Tänzerin zu rassigem Flamenco. (Die Farben sind hier leider blass geraten, durch die grellen Sonnenstrahlen kann die Kamera keine Farben “produzieren”).

Eine sehr gefrässige Meeresschildkröte, die sich durch unser Auftauchen überhaupt nicht stören liess und genüsslich ewigs weiter an der Koralle rumknabberte.

Exemplar Nr. 2 wird ein Schildkrötenmodel gewesen sein…sie liess sich gerne fotographieren und hielt ganz lange ganz still hin…Kamera

Seelig wie ein Vogel flattert ein gepunkteter Adlerrochen an uns vorbei. Kaum gesichtet war er auch schon wieder weg!

und nicht zu vergessen…klein aber Oho…meine Lieblinge…die Nudy Branch

Hier noch ein paar andere Gestalten: 1. Flunder 2. Boxfisch, 3. Schneeflockenmuräne, 4. grosse grüne Muräne

Wasser ist mein Element…das Tauchen meine Passion! Sollt ich nicht mehr nach Hause kommen, so könnt ihr mich in meiner Tauchschule aufsuchen. Ich bringe euch dann auch das Tauchen bei…!!! Flirten - Mann

IMG_7029und auch hier…das Angebot den Tauchmaster zu machen und ein paar Monate auszusteigen, steht…hmmm….!!! Nachdenkliches Smiley Augen rollendes Smiley Ahnungsloses Smiley



Von der Zukunft in die Vergangenheit

18 02 2012

Ich starte meine Weiterreise am 18. Februar 2012. Um 19.35h setz ich mich in Auckland in den Flieger, um dann 3.55std später um 0.30h des 18. Februar 2012 in Rarotonga zu landen. Für vier Stunden fliegen, bekomme ich einen ganzen Tag geschenkt…das nenne ich doch mal ein Schnäppchen!! Smiley mit geöffnetem Mund Zeitdifferenz: 23 Stunden minus…aber keinen Jetlag!!

Nachdem ich den Samstag in Neuseeland hab gemütlich ausklingen lassen, steige ich abends in die Air New Zealand Maschine nach Rarotonga. Der Flieger ist halb leer, mir gehört die Sitzreihe 18 ganz alleine! Schön installiert geniesse ich das  feine Essen und ein Fläschchen Wein…dazu einen wunderschönen Sonnenuntergang und anschliessend zeigt mir das Boardprogramm zwei Filme. Et voilà…und schon befinden wir uns wieder auf dem Sinkflug in Richtung Inselgruppe!! Ahnungsloses Smiley

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Der Empfang ist sehr herzlich. Kaum die Grenzformalitäten geklärt und den Rucksack aufgestemmt, krieg ich auch schon eine Blumenkette umgeschnallt. “Kia Orana Katja” – herzlich Willkommen! In der Nacht kann ich auf der Fahrt zu meinem Guesthouse nicht viel sehen, doch die klebrige Haut sagt schon alles: ich bin in der Südsee und es ist richtig Sommer! Heiss…warm…sonnig…feucht…herrlich…schwitzen…!!! Vor dem zu-Bett-gehen noch kurz kalt duschen und das Pyjama gleich in der Tasche lassen…hier ist echt jeder Stofffetzen überflüssig!!

Am Samstag morgen, nach dem Ausschlafen, begutachte ich erstmals meine Bleibe. Nett…sehr nett!! Dann begutachte ich den Garten…überall exotische Fruchtbäume mit Selbstbedienung. Hmm…nehm ich eine Papaya, eine Mango oder doch eine Sternfrucht ins Müesli?? Und dann…laufe ich 2min den Weg runter, begutachte den Strand und bin erstmals sprachlos…das ist die Südsee….!! Wow!! Da fällt mir gleich den Slogan ein, welcher ich auf der Willkommensbroschüre gelesen habe: “life is not measured by the breaths we take, but by the moments that take our breath away!” Wie recht die haben…

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Aus Rücksicht auf alle Daheimgeblieben, die tapfer dem kalten Winter und den Schneemassen trotzen, stelle ich ausnahmsweise Mal keine Bilder in meinen Blog. Ich denke es würde wohl das Gemüt erhellen und aufheizen, dennoch hätte ich ein schlechtes Gewissen, diese Panoramasicht preiszugeben. Soviel sei gesagt…es ist der Hammer…jeder Reiseprospekt hält, was er verspricht. Insel mit Palmen Zwinkerndes Smiley

Ja…so laufe ich los, den endlosen Sandstrand entlang. Würde ich dies nun für 32km beibehalten, hätte ich auch schon die Insel umrundet. Doch solche Spässe erhalte ich mir für Regentage Zwinkerndes Smiley und dann leg ich mich einfach in die warme Suppe namens Meer und bleibe drin für Stunden wie in einer Badewanne.

Als die Hände und Füsse anfangen zu schrumpeln, steige ich aus dem Wasser und nehm mir die erst beste Kokosnuss…mhhh, feine Milch gegen den Durst…das wär’s jetzt! Nach gut einer Stunde kann ich dann auch davon trinken! Die Finger tun mir ein wenig weh vom Nussknacken…doch es hat geklappt und schmeckt umso besser!  Was jetzt noch fehlt ist ein Strohhalm…Augen rollendes Smiley

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So vergeht auch der zweite Samstag . Ich liege nun im Bett, fühle mich richtig wohl und bin bereits voller Vorfreude auf das Tauchen von morgen!! Gut Luft…Daumen hoch

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Zum Abschluss…Wellington

17 02 2012

Das Kapitel “Neuseeland” schliesse ich mit Wellington ab. Die letzten drei Tage habe ich hier verbracht und diese wurden doch zu einem kleinen “Highlight” der ganzen Rundreise. Wellington ist eine chillige Stadt…am Meer gelegen, nettes Hafenviertel zum Entspannen, überall Kunstwerke und Lebenskünstler, Livemusik, old-school-Flair…

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Wie kann man eine Stadt am besten auskundschaften?! – zu Fuss!! Nachdem ich mir dann am Donnerstag meine Zehenzwischenräume durch das konstante Tragen von FlipFlops wundgescheuert habe, bin ich nun auf meine guten alten Turnschuhe umgestiegen. Es gibt ja auch einiges zu “belaufen”.

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Angefangen mit dem Hafen und all den lauschigen Plätzen zum verweilen, zwischendurch mal ein Fotostopp oder einfach eine kleine Erfrischung! Laut lachen Bierkrug Wellington hat zu viele kleine Bierbrauereien…und jeder Brauerei hat mindestens 8 verschiedene Biersorten…da ich nicht soviel trinken, aber trotzdem immer so viel wie möglich kosten möchte, habe eine Taktik entwickelt… Ich gehe an die Bar und frage nach dem “besten Bier”. Die Frage wird meist mit einem Schmunzeln beantwortet und dann mit der Gegenfrage, ob ich gerne testen möchte, bevor ich ein Pint kaufe Zwinkerndes Smiley hehe…klar wird getestet!! und dann auch eines gekauft und genossen…das Beste natürlich!!

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Läuft man in der Mittagspause die Hafenpromenade entlang, wird einem schnell bewusst, dass die Wellington-ianer aktive und gesundheitsbewusste Menschen sind. Es wird gejoggt wie blöde, oder im Neoprenanzug im Hafenbecken geschwommen, an diversen Ecken triezt ein Personaltrainer eine kleine Gruppe von Menschen die Treppen hoch oder den Steg entlang. Da bekomm ich gleich Lust auch noch aktiver zu werden. So beschliesse ich auf den nahegelegenen Mt Victoria zu laufen. Ist das Top-Highlight von Wellington laut Tripadvisor. Na dann…

Der Aufstieg ist irgendwie steil…muss ja auch die kürzeste Route nehmen…wer nimmt schon den Spazierweg, der doppelt so lange dauert?? Oben angekommen, sichtlich verschwitzt und ein wenig ausser Puste, werde ich mit einer grandiosen Panoramasicht über Wellington und dessen Umgebung belohnt. Bisschen “sein” und geniessen und dann wieder runter …nachdem es mir beim steilsten Stück den Boden unter den Füssen weggezogen hat (doofe Steinchen), entscheide ich mich spontan doch den Spazierweg runter zu nehmen…geht ja auch gar nicht so viel länger.

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Wieder zurück in der Stadt…was nun…ahja…ein Highlight muss noch sein. Der Cable Car von Wellington. Kleines tramartiges Bähnchen, dass zum Botanischen Garten hochfährt. Eine Touristenattraktion, aber irgendwie noch witzig.

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Als ob ich nicht schon genug gelaufen wäre, löse ich nur ein one-way-ticket…es wird runtergelaufen und die schönen Blumen und Pflanzen begutachtet.

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Sichtlich erschöpft treffe ich gegen Abend in meinem Hostel ein. Duschen, Wäschewaschen, Rucksackpacken um dann entspannt fein Essen zu gehen. Das Kapitel Neuseeland hat einen “einzigartigen” Abschluss verdient!! Zwinkerndes Smiley

Hier noch ein paar witzige Eindrücke von Wellington:

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Bye Bye Sandfliegen…

14 02 2012

Wir verlassen die Westküste und treffen in Nelson ein. Ein kleines Städtchen am Rande des Abel Tasman Nationalpark lädt zum Schlendern über den Markt ein. Alles ein wenig old-school-like…die Fashion, die Ware, die Menschen…aber total gemütlich.

Unser Herz schlägt höher, als wir am Campingplatz nur das Zirpen der Grillen hören und keine Sandfliegen antreffen. Jupppiiiieeee….wir können durchatmen und “runterfahren”, das Gemüt erhellt sich und wir sind einfach nur happy. Heute wird mit offenen Fenstern geschlafen…frische Luft im Auto…F.R.I.S.C.H.!!

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Mit dem Auto geht es an die Goldküste Neuseelands. Die Buchten leuchten schon von weitem mit ihrem goldgelben Sand. Wir verweilen, schlendern ein wenig rum und geniessen das Rauschen des Meeres! (Prinzessin ju nou…)

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Die Fahrt geht weiter in die Malborough Sounds…oder besser gesagt, es war so geplant. Was nicht mitspielt ist das Wetter und dessen Vorhersage! Wie planen kurzfristig um fahren in Richtung Picton, wo wir innert Sekunden die Fähre umbuchen und uns nun auf dem Weg zurück auf die Nordinsel befinden.

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Bye Bye Sandfliegen Verspotten …Bye Bye Southisland…und auch schon Bye Bye Nico. Mit meinem Rucksack geht’s nun alleine weiter, zuerst ein paar Tage Wellington und dann ab auf die Insel Insel mit Palmen Neue Abenteuer sind willkommen…



Auf der Flucht an der Westküste

11 02 2012

Jaja, die liebe Westküste von Neuseelands Südinsel!!! Nur 1% alle Neuseeländer sind hier sesshaft…hat dies etwa einen bestimmten Grund?! Ahnungsloses Smiley– ja, hat es!! Erzürnt aber der Reihe nach.

Nach unserer Hammer-Wanderung am Arthurpass fahren wir die Westküste entlang Richtung Nelson und Abel Tasman Nationalpark. Die Küste und die Felsformationen sind rau…das Wetter auch! Regen…Wolken, Regen…Wolken… kleinere trockene Passagen…nette Campingplätze…kein Mensch sitzt draussen…hä?

Wir packen unsere Campingutensilien aus und merken schnell, was hier Sache ist…SANDFLIEGEN!!! Dies kleinen Dinger sind überall….und setzt man nur einen kleinen nackten Zeh an die frische Luft, beissen sie zu…so als ob sie darauf gewartet hätten. Einschmieren mit schützendem Mittel ist angesagt…stinkt ein Bisschen, hält aber die Viecher zumindest ein paar Minuten fern…doch diese Dinger sind clever und beissen genau dort zu, wo die Haut nicht eingeschmiert ist…zB an der Fusssohle!! Teufel

Mal so nebenbei, die Sandfliegen sind ganz kleine Fliegen, vergleichbar mit unseren Fruchtfliegen. Sie setzen sich heimlich auf die Haut, beissen zu und saugen sofort Blut. Die Stiche sehen dann aus wie Windpoken und JUCKEN unaufhörlich…v.a. in der Nacht!!!

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Faszit: Wir fahren im Auto, essen im Auto, verbringen den Abend im Auto, schlafen im Auto…und lassen über Nacht die Fenster geschlossen. Morgens opfert sich einer von uns, geht raus, um’s Auto rum…Kofferraum auf, Frühstück raus…und schnell wieder rein ins Auto!

Die Horrornacht haben wir bereits hinter uns!! Neben den Sandfliegen haben sich auch gut 30 Mücken ins geschlossene (!!) Auto gequetscht…man wird aggressiv und flieht vom einen Ort zum anderen, in der Hoffnung, dass dort alles besser wird…



Oh my dear Arthur!!

8 02 2012

Der Weg von dem Milford Sound bringt uns durch kleine alpine Ortschaften mit Gletschersicht (aber nur bei Sonnenschein Zähnezeigendes Smiley) weiter nach Norden. Dem Wetterbericht zufolge soll Mittwoch der schönste Tag der Woche werden…Zeit für eine Wanderung. Auf der to-do Liste der Neuseelandtreks steht auf jeden Fall der Avalanche Peak am Arthur Pass.

Der Wanderführer sagt: 6-8 Stunden, Schwierigkeit: schwer, Distanz: 7km, Höhenmeter 1’100m – also genau das Richtige für uns!! Zwinkerndes Smiley

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Los geht es morgens gegen 7.45h nach Frühstück, Kaffee und Morgenrunde, sowie mit gepacktem Rucksack und Sonnencrème. Schon nach den ersten Metern auf dem Track stellen wir fest, dass dies keine Wanderung im eigentlichen Sinne ist, sondern eine Mischung aus Bergsteigen und Klettern! Aber gerade deswegen macht es uns grad riesen Spass…. Vor Lachen auf dem Boden wälzen

Die ersten 500 Höhenmeter (ca. 2Std) geht es durch waldiges Gebiet, vorbei an wilden Wasserfällen mit einladenden Pools und witzigen Bäumen. Immer wieder ist klettern angesagt, die Wurzeln der Bäume dienen einem dabei sich daran hochzuziehen. Ganzkörpertraining…inkl. Bizeps, man kommt ins Schwitzen!

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Nach zwei Stunden ist die Baumgrenze erreicht und wir sind strahlendem Sonnenschein ausgesetzt. Weit hinten sehen wir bereits den Gipfel…oder denken zumindest, dass dies der Gipfel sein muss. Der Weg ist zum Teil sehr schwer erkennbar, doch solang wir den gelben Pfeilern folgen, kann nichts schief gehen. Wir klettern und steigen, geniessen das Panorama und fotographieren natürlich jeden Stein, jeden Gipfel, jede Blume, jeden Käfer, jede… aber kommen auch sehr gut vorwärts.

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Ahh…vor uns (schon bissl ausser Puste Enttäuschtes Smiley das muss ich zugeben) sehe ich einen aufgetürmten Steinhaufen…ist das der Gipfel? Dort angekommen, sehe ich schnell, dass es doch noch ein Stücken weiter hoch geht! Jeder Schritt wird genossen, die Aussicht auf die Bergwelt ist einfach fantastisch!

Der Weg wird immer schmaler, immer mehr grosse Felsstücke liegen einem im Weg und müssen überklettert werden. Es macht Spaaaaass!! Und da sehen wir das letzte gelbe Fähnchen…da ist das Ziel… ganz oben an der Spitze…am Grat des Berges…der Zipfel…dort wo es nicht mehr weiter geht!!! Vorsichtig klettern wir hoch, es gibt viele lockere Steine und wir wollen ja nicht wegrutschen und einen kostenlosen Freifall geniessen!

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Auf dem Avalanche Peak (1’833m) stehen wir nun da und bestaunen mit schon fast offenen Mäulern die 360-Grad Panoramasicht… Erstauntes Smiley ich denke, die Foto’s sagen alles…

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Wir klettern wieder vorsichtig runter und setzen uns auf einen bequemen Stein um das verdiente Picknick zu uns zu nehmen! Immerhin haben wir 4Std für den Aufstieg gebraucht und der Abstieg steht noch vor uns…eine Stärkung ist angesagt!

Die Kletterpartie runter ist genauso steil und steinig. Auch dieser “Weg” ist kaum angezeigt, wir halten uns diesmal einfach an den orangen Pfeilern. Die Füsschen werden langsam müde, die Knie schmerzen und Konzentration ist angesagt.  Gerne bleibe ich mit meinen Beinchen an einem Steinchen oder Würzelchen hängen, wenn sie so müde sind…rutschig rutschig. Aber die Sonne und die Sicht machen alles wett…vor uns der Punchbowl Wasserfall…hmmm…wie gerne würd ich mich jetzt darunter stellen??

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Um 15.45h  kommen wir genau auf die Minute nach insgesamt 8 Stunden Bergsteigen wieder im Tal an. Jetzt gibt es ein verdientes Bierkrug und dann ist die nächste Herausforderung des Tages angesagt…wo finden wir die nächste Dusche?!? Etwa ich?



Kilometer um Kilometer…

6 02 2012

Die meiste Zeit der Reise verbringen wir eigentlich schon in unserem Honda Odyseey! Sei es um von A nach B zu kommen, Schutz vor Regen oder Sandfliegen zu finden, darin zu kochen oder hauptsächlich natürlich um darin zu schlafen. Unser Ömchen bringt uns jeden Berg hoch und jede Schotterpiste runter! Gestern haben wird die 300’000km geknackt…das wurde feierlich festgehalten Party-Smiley mögen weitere hunderte von Kilometern noch folgen!

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Die Strassen in Neuseeland sind einfach zu fahren. Die Geschwindigkeit ist auf max. 100km/h beschränkt und wer schneller fahren will, überholt ganz einfach. Trotz Linksverkehr herrscht Rechtsvortritt, das hat mich anfangs ein wenig durcheinander gebracht Enttäuschtes Smiley…doch an und für sich fährt es sich links genauso leicht wie rechts, sogar im Kreisel.

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In der Dämmerung und nachts ist Obacht angesagt. Nicht nur Igel oder Hasen rennen wie geistesgestört über die Landstrassen, nein aus grosse und kleine Opossum’s setzen sich gerne auf den noch von der Sonne aufgewärmten Teerstreifen und lassen sich gerne überfahren  Trauriges Smiley Tagsüber kommt es schon vor, dass die Strassen zeitweise versperrt werden…denn auch die besten “Pferdestärken” können mit einer Herde Schafe nicht konkurrieren!

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Die Oma hat mit uns schon einiges mitgemacht. Jeden Abend beginnt die Suche nach dem besten und schönsten Abstellplatz. Da kann es schon sein, dass es mal die engen Schotterpisten an den Strand runtergeht oder über den Feldweg an einen See.  Nicht immer ist es offiziell erlaubt an unseren ausgesuchten Plätzen zu nächtigen, doch nur ein Mal ist dieses Vorgehen “bestraft” worden.

Da Kati auch schon vergessen hat das Licht abzudrehen (…es piepst jo au nid bim Schlüssel abzieh!!), ist das Ömchen sogar schon einmal nicht mehr angesprungen. Gott sei Dank gibt es hilfsbereite Neuseeländer mit griffbereitem Überbrückungskabel!

Für das was sie mit uns mitmacht, wird sie auch gut umsorgt und deshalb verzeihen wir ihr auch gerne die eine oder andere Macke. Haja…mit 300’000km hat man schon einiges erlebt, da darf man zwischendurch auch ruhig mal ein wenig müde sein und bissl streiken.

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